NIJO – Rahmenreparatur
Ein zweites Leben beginnt mit einem genauen Blick.
Für unser Charity-Projekt haben wir den FARA F/Road-Rahmen von NIJO Components fachgerecht reparieren lassen. Die folgenden Bilder zeigen exemplarisch die Untersuchung und die Arbeit am Carbonrahmen.
ULTRASCHALL - PRÜFUNG
Unter die Oberfläche schauen
Nicht jeder Schaden an einem Carbonrahmen ist von außen sichtbar. Mit Ultraschall lässt sich die innere Struktur untersuchen. Ein Prüfkopf überträgt Schallwellen in das Material; die zurückkehrenden Signale geben Hinweise auf mögliche Unregelmäßigkeiten. Dazu gehören beispielsweise Ablösungen zwischen den einzelnen Carbonlagen.
Auf dem Bild sieht man den Prüfkopf direkt am Rahmen. Kontaktgel sorgt dafür, dass die Schallwellen zuverlässig in das Material übertragen werden.
RISS - PRÜFUNG
den Schaden genauer erkennen
Ein feiner Riss kann auf der Oberfläche unscheinbar wirken. Für die Beurteilung ist jedoch entscheidend, wie er verläuft und welche Bereiche des Carbonmaterials betroffen sind. Dazu wird die Schadstelle freigelegt und gezielt untersucht.
Auf dem Bild ist der Carbonbereich unter besonderer Beleuchtung zu sehen. Der Riss tritt als helle Linie hervor und lässt sich dadurch genauer verfolgen. So können auch Details sichtbar werden, die bei einer gewöhnlichen Betrachtung nur schwer zu erkennen sind.
Die Rissprüfung ergänzt die Ultraschalluntersuchung: Während Ultraschall Hinweise auf Unregelmäßigkeiten im Inneren liefert, hilft die Untersuchung der Oberfläche dabei, den sichtbaren Rissverlauf einzuordnen. Zusammen bilden die Ergebnisse eine Grundlage für die Planung der Reparatur.
RAHMEN REPARATUR
den Schaden genauer erkennen
Nach der Untersuchung beginnt die eigentliche Reparatur. Auf dem ersten Bild ist die vorbereitete Schadstelle am Übergang zwischen Sitzrohr und Sitzstreben zu sehen: Die Oberfläche wurde lokal abgetragen, das Carbon liegt frei und angrenzende Bereiche sind mit rotem Klebeband abgeklebt. So wird der Bereich zugänglich, dessen Struktur wieder aufgebaut werden muss.
Beschädigtes Carbonmaterial wird gezielt entfernt. Anschließend entsteht mit geeigneten Carbonfasern und Harzsystemen ein neuer Laminataufbau. Dabei sind die Ausrichtung der Fasern, die Anzahl der Lagen und ihre Verbindung mit dem bestehenden Material entscheidend. NIJO stimmt diesen Aufbau auf die Schadstelle und die dort auftretenden Belastungen ab.
Zur Verarbeitung kommen je nach Verfahren Vakuum beziehungsweise Druck und kontrollierte Wärmezufuhr zum Einsatz. Dadurch werden die Carbonlagen verdichtet und das Harz unter definierten Bedingungen ausgehärtet. Anschließend wird die Reparaturstelle in Form gebracht und für die abschließende Oberflächengestaltung vorbereitet.
Das zweite Bild zeigt den bearbeiteten Bereich mit sichtbar liegendem Carbon. Die beiden Aufnahmen machen deutlich, wie viel präzise Arbeit hinter einer Rahmenreparatur steckt, bevor Lack oder Kunst die Oberfläche gestalten.
NIJO übernimmt ausschließlich Reparaturen, die nach eigener fachlicher Einschätzung strukturell sinnvoll sind. Die eingesetzten Reparaturtechniken werden intern am Prüfstand sowie durch externe Prüfinstitute überprüft. Ziel ist, den beschädigten Bereich für die vorgesehenen Belastungen wieder instand zu setzen und eine weitere Nutzung des Rahmens zu ermöglichen.
Für die reparierten Bereiche nennt NIJO eine zweijährige Gewährleistung bei sachgemäßer Nutzung ohne Fremdeinwirkung gemäß den eigenen AGB.